Verwendet bei Magenerkrankungen wie Magengeschwüren und Entzündungen
Bei Pantozol handelt es sich um magensaftresistente Tabletten, deren Funktion es ist, die Produktion der Magensäure zu hemmen. Eine Hemmung der Bildung von Magensäure ist bei Magenerkrankungen wie Magengeschwüren, Darmgeschwüren sowie bei schweren Entzündungen des Magens wichtig. Das von der Altana Pharma Deutschland GmbH hergestellte Pantozol ist in unterschiedlichen Mengeneinheiten erhältlich und hat als sogenannten Protonenpumpenhemmer den Wirkstoff Pantoprazol.
Aufgrund der magensäurehemmenden Wirkung von Patoprazol wird das Medikament bei Erkrankungen eingesetzt, für die die Magensäure, die auch als Magensaft bezeichnet wird, ursächlich ist. Dabei ist zu bedenken, daß die Magensäure eine wichtige Funktion während der Verdauung ausübt. Ist es doch ihre Aufgabe, mit der Nahrung aufgenommene Krankheitskeime abzutöten und an der Verdauung der Nährstoffe mitzuwirken.
Aus diesem Grund ist die Magensäure eine sehr starke Säure, die den Magen angreifen würde, wäre die Magenwand nicht hiergegen geschützt. In ihrer chemischen Zusammensetzung ist die Magensäure eine Salzsäure. Die Magensäure entsteht in den Belegzellen der Magenschleimhaut, wobei dies vor allen Dingen während der Nacht passiert. Während des Tages wird die Magensäure dann in den Magen abgegeben, wo sie den vorstehend genannten Aufgaben der Keimabtötung und der Nahrungsverdauung nachgeht.
Durch Magensäure ausgelöste Beschwerden: Sodbrennen, Saures Aufstoßen und Gastritis
Angesichts der Tatsache, daß die Magensäure eine besonders starke Säure ist, kann diese bei Störungen, wie sie beispielsweise durch Krankheiten, organische Fehlfunktionen, durch Speisen oder Medikamenten ausgelöst werden kann, Beschwerden verursachen. Normalerweise verliert die Magensäure ihre Schärfe durch die die in den Magen kommenden Nahrungsmittel, die diese binden.
Typische Beschwerden dieser Art sind Sodbrennen, das auch als Reflux bezeichnet wird. Ursächlich für deren Auftreten ist es, wenn die mit Magensäure angesetzten Nahrungsmittel vom Magen in die Speiseröhre vordringen. Normalerweise ist dies aber nicht möglich, da zwischen Speiseröhre und Magen ein Schließmuskel ist. Dieser verhindert ein Vordringen des Mageninhalts in die Speiseröhre oder gar in den Mund. Diese Erscheinung wird auch als Saures Aufstoßen bezeichnet.
Eine Magenschleimhautentzündung, die auch als Gastritis bezeichnet wird, hat ihre Ursache darin, daß die Magenschleimhaut durch die Magensäure angegriffen wird. Normalerweise ist auch dies nicht möglich, da die Magenschleimhaut vor dieser starken Säure durch Stoffe wie etwa Prostaglandine geschützt ist.
Kommen diese ihrer Funktion beispielsweise aufgrund einer Schwächung nicht nach, wird Magenschleimhaut und Magenwand angegriffen. Besteht eine derartige Entzündung über längere Zeit, kann sich aus einer Gastritis ein Magengeschwür oder sogar ein Magenkrebs entwickeln. Bei einem Magengeschwür ist die Magenschleimhaut durch die Magensäure so stark angegriffen, daß obere Schichten der Schleimhaut zersetzt sind und die darunterliegenden Schichten durch die Säure angegriffen werden können.
Protonenpumpenhemmer zur Absenkung der Magensäureproduktion
Liegen Beschwerden wie die vorstehenden oder eine Erkrankung wie beispielsweise eine Magenschleimhautentzündung vor, ist es von Nutzen, eine schnelle Absenkung der Magensäureproduktion zu erreichen. Hierzu gibt es sogenannte Protonenpumpenhemmer, die mittels des Blutes in die Belegzellen der Magenschleimhaut kommen, in denen die Magensäure produziert wird.
Ist der Protonenpumpenblocker in den Belegzellen angekommen, so verhindert er dort eine weitere Abgabe von Protonen, die dafür verantwortlich sind, daß Magensäure so agressiv und ist. Dabei wirkt es der Bildung eines Enzyms entgegen, das die Absonderung der Magensäure in das Innere des Magens bewerkstelligt. Die Folge ist, daß weniger Magensäure und damit ein geringeres Volumen saurer Stoffe in das Mageninnere kommt und im Gefolge die Magenschleimhaut angreifen und schädigen kann.
Protonenpumpen-Inhibitoren werden bei einer Reihe von Erkrankungen des Magens eingesetzt. Hierzu zählt die Gastritis, sprich die Entzündung der Magenschleimhaut ebenso wie die Entzündung der Speiseröhre, die auch als Refluxösophagitis bezeichnet wird. Verwendung finden derartige Arzneimittel auch beim Zollinger-Ellison-Syndrom, sprich bei einer krankhaften Überproduktion der Magensäure. Protonenpumpenhemmer werden aber auch bei Krankheiten wie Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren verwendet.
Pantoprazol als Protonenpumpenhemmer in Pantozol
Es gibt eine Reihe von Wirkstoffen, die als Protonenpumpenhemmer fungieren. Hierzu gehören Rabeprazol, Omeprazol, Esomeprazol, Lansoprazol und Pantoprazol. Letzteres ist der Wirkstoff, der im Arzneimittel Pantozol zur Absenkung der Magensäureproduktion eingesetzt wird. Als Protonenpumpen-Inhibitor dringt er, wie beschrieben, in die Belegzellen der Magenschleimhaut ein, in der die Magensäure produziert wird.
Dort wirkt er einer weiteren Absonderung von Protonen in den Magen entgegen, wodurch insgesamt weniger Magensäure entsteht und einer weiteren Schädigung der Magenschleimhaut durch die Säure entgegengewirkt wird. Grundsätzlich werden Protonenpumpenhemmer nur bei stärkeren Beschwerden eingesetzt, eine Einnahme bei leichteren Beschwerden wie etwa gelegentlichem Sodbrennen ist medizinisch nicht sinnvoll. Und wird auch nicht geschehen, da Arzneimittel mit Protonenpumpenblockern wie Pantozol durchweg verschreibungspflichtig sind.
Medikamente bei schwachen und leichten Magenerkankungen: Antazida und H2-Antihistaminika
Bei schwächeren bis mittelstarken Magenbeschwerden, die durch die Magensäure hervorgerufen werden, empfehlen sich dagegen andere Arzneimittel, die säurehemmend wirken. Hierzu zählen beispielsweise die rezeptfreien Antazida, die teilweise auch sogar von Schwangeren genommen werden können. Von ihrer Funktion her binden Antazida die Magensäure und nehmen ihr damit ihre säuerliche Wirkung.
Eine weitere Medikamentengruppe, die bei leichten bis mittelschweren Magenbeschwerden eingesetzt werden, sind die sogenannten H2-Antihistaminika. Das Hormon Histamin erfüllt im Körper wichtige Funktionen, im Falle des Magens bewirkt es durch Belegung des sogenannten H2-Rezeptors eine Ausschüttung von Magensäure.
Mit einem H2-Antihistaminika wird dem entgegengewirkt, da diese die Rezeptoren, an denen sich normalerweise das Histamin anlagert, belegen und die Wirkung des Histamins hierdurch blockieren. Im vorliegenden Falle wirken sie beispielsweise der Bildung von Magensäure und deren Abgabe in das Mageninnere entgegen. Bitte beachten Sie, daß diese und alle anderen Angaben des vorliegenden Textes nur der allgemeinen Information dienen. Sollten Sie Beschwerden haben sei Ihnen dringend geraten, einen Arzt aufzusuchen.
Pantozol von Altana Pharma Deutschland GmbH
Pantozol von Altana Pharma Deutschland GmbH mit seinem Protonenpumpenhemmer Pantoprazol findet in der Behandlung von Magengeschwüren, Darmgeschwüren sowie bei schweren Entzündungen des Magens Verwendung. Es ist eines der am meisten verschriebenen Medikamente in Deutschland. Ursprünglich war das Arzneimittelunternehmen Teil der Firma Altana AG, einem in Wesel ansässigen deutschen Chemie-Unternehmen, das seit 1977 an der Deutschen Börse in Frankfurt/Main notiert ist.
Im Jahr 2006 wurde der in Konstanz ansässige Arzneimittelzweig des Unternehmens an die dänische Firma Nycomed verkauft. Damit gab Altana ungefähr zwei Drittel seines Gesamtumsatzes ab. Ein wichtiger Wert, der sich in den Händen des Arzneimittelherstellers Altana befindet, ist das Patent für den Protonenpumpen-Inhibitor Pantoprazol. Allerdings läuft die Gültigkeit dieses Patents in den Jahren 2009/2001 aus. Altana hat aber nach wie vor im Bereich der Magenmedikamente mit Pantozol eine starke Marktstellung.
